Wie wichtig ist die Qualität der Fotoausrüstung?

In den meisten Fällen hat Qualität einen relativ hohen Preis. Denn qualitativ hochwertige Produkte sind entweder in der Herstellung sehr teuer oder haben einfach sehr viele Forschungsgelder verschlungen, die dann natürlich wieder an einer anderen Stelle verdient werden müssen.

Auf Qualitäts-Produkte fällt in nahezu jeder technisch dominierten Branche die Wahl derjenigen, die wirklich professionell arbeiten wollen und auch müssen. Dies liegt nicht nur daran, dass die Besten natürlich auch gerne mit dem Besten arbeiten, sondern hat einige viel trivialere Gründe. So ist es für einen professionellen Fotografen beispielsweise immens wichtig, dass er sich auf seine Fotoausrüstung hundert-prozentig verlassen kann. Soll man etwa ein Fotoshooting, für das Model, Stylist, Visagist, Assistent – und wer sonst noch so dazu gehört – extra angereist sind, einfach beenden, nur weil die Kamera ohne jede Vorwarnung den Dienst quittiert hat? Keine Chance, so etwas läuft nicht. Die Kamera hat zu funktionieren, komme was wolle. Man macht sich als Fotograf lächerlich, wenn man plötzlich ohne Kamera da steht. Und mit einer hochwertigen (und leider auch teuren) Kamera ist ein derartiges Horror-Szenario äußerst unwahrscheinlich oder nahezu unmöglich (In der Realität haben natürlich alle Fotografen eine Ersatz-Kamera – aber meistens kein gleichwertiges Produkt). Ein anderes Argument für professionelles und hochwertiges Equipment ist schlichtweg die Notwendigkeit. So lässt sich zum Beispiel Studio-Fotografie ausschließlich mit entsprechender Fotoausrüstung vernünftig ausüben. Das gilt nicht nur für die Kamera und Objektive, das gilt natürlich auch für die Blitzanlage. Bei genauerem Hinsehen wird schnell deutlich, wo die kleinen aber feinen Unterschiede zu verhältnismäßig günstigeren Modellen liegen.

Dieser Artikel soll keinesfalls den Irrglauben stärken, man könne nur mit dem teuersten Equipment gute Arbeite leisten, aber um einen gewissen Standard an Qualität zu erreichen, den man bedenkenlos als professionell und erstklassig titulieren könnte, muss die entsprechende Grundlage in Form hochwertiger und professioneller Fotoausrüstung definitiv gegeben sein.

Fotografieren ist Leidenschaft

Die Fotografie ist bei weitem mehr als nur ein Handwerk, die Fotografie ist eine Leidenschaft.  Natürlich wird das Fotografieren ohne fundiertes, grundlegendes Fachwissen niemals zu Fotos auf wirklich hohem Niveau führen, aber manchmal geht es auch garnicht darum. Denn Spaß macht das Fotografieren definitiv auch auf Amateurebene. Vielen geht es nämlich einfach darum Momente festzuhalten anstatt Kunstwerke für die Nachwelt anzufertigen. Die Motivation zum Fotografieren kann sehr unterschiedlicher Natur sein. Und solange sich nicht jeder gleich Fotograf nennt, der es irgendwie geschafft hat den Auslöser der Kamera zu bedienen, gibt es dagegen mit Sicherheit nichts einzuwenden. Wer jedoch eine wahre und tiefgehende Liebe für Fotografie empfindet und ein echter Fotograf sein möchte, der muss sich auch früher oder später mit der Fototechnik, der Blitztechnik, der Bildkomposition und je nach Art der Fotografie auch mit Dingen wie Posing, Styling, Mode oder Models beschäftigen. All das bedeutet viel Arbeit und lässt sich nicht von heute auf morgen erlernen. Darüber hinaus braucht man natürlich auch ein bisschen Talent, wie das bei kreativen Tätigkeiten nunmal so üblich ist. Viele können auch nach Jahren des Fotografierens noch immer keine erstklassigen Fotos machen, weil ihnen einfach der gewisse Blick für gelungene Bilder fehlt. Tatsache ist auf jeden Fall, dass man nur mit viel Fachwissen überhaupt die Grundlage dafür schaffen kann, irgendwann ein wirklich guter Fotograf zu werden. Denn erst wenn das Drumherum zur Nebensache wird, kann sich ein Fotograf auf das wirklich Wichtige konzentrieren: das Foto. Und erst dann wird das Handwerk Fotografie zu einem Kunstwerk. Und ab diesem Zeitpunkt kann man dann auch zurecht von Leidenschaft sprechen.